Für meine Schwester eine Hand voll lesbische Puffurgroßmütter mit gepimpten Gehstöcken

von romantischverklaert

Mal ehrlich, wieder keine Ahnung, was ich hier schribseln soll. Im Grunde könnte ich intimste Details von mir posten, ohne dass ich ernsthaft etwas zu befürchten hätte; Es liest ja kein Schwein, tha! Trotzdem klemme ich mir das. Warum, ja, hab‘ jetzt keine Lust, das zu beantworten, mir fällt nichts Gescheites ein. Nun, vor einigen Tagen konnte ich meine Schwester für das Bloggen begeistern. Hin und wieder gerät selbst sie in derartige Rage, dass sie sich den Dauerlutschern einer osteuropäischen Standbudenfrau des Bremer Freimarkts bemächtigt, um dieselben schließlich der guten Dame von Slawin wutentbrannt ins Gesicht zu werfen – und somit durchaus einen gewissen Eindruck zu hinterlassen. So kam es, dass meine werteste Schwester, nennen wir sie Göttin oder Lieblingsmensch, eine Frau von Welt wurde und ein Blog ins Leben rief, der sie nun endgültig in die Tiefen des Web 2.0 führt. Ich komme jedoch nicht umhin anzumerken, dass sie, angesichts ihrer drei Postings (jetziger Stand), mitnichten zu den tüchtigen Bloggern gehört. Nun, als aufmerksame Leserin – und Teilzeit-Lektorin- ihrer Beiträge stieß ich zuletzt wieder auf ihren ersten Post, den sie Gelobt sei meine Schwester titulierte. Na ja, da wurde ich ziemlich sentimental und dachte, es wäre nur angemessen, meine Schwester und deren unschätzbaren Stellenwert, den sie für mich hat, hier einmal zu akzentuieren. Da ja, wie anfangs bereits bemerkt, mutmaßlich niemand meine Seite visitiert, kann ich ganz unverblümt mit der Sprache rausrücken, dass sie und ihr Sohn die einzigen Menschen sind, die ich tatsächlich liebe. Woran merkt man eigentlich, dass man jemanden liebt? Die Frage stellen sich ja alle früher oder später einmal. Ich sehe das so: Liebe ist Liebe, weil sie bedingungslos ist, Liebe ist für mich das einzige bedingungslose Gefühl, das der Mensch empfinden kann.  Es gäbe niemanden außer meiner Schwester und meinem Neffen, der/dem ich alles verzeihen würde und könnte. Meine Schwester könnte auf den Strich gehen, mir sagen, sie hasse mich, mich verschulden, sämtliche meiner Manuskripte verbrennen, meine Freundin ausspannen – wäre sie denn meinesgleichen, ein Homo, und hätte ich gegenwärtig etwas am Laufen- oder meinetwegen auch die Augen ausstechen. Nichts könnte daran etwas ändern, ich könnte zu keiner Zeit und unter keinen Umstand etwas anderes als maßlose Liebe für sie empfinden. So, die Taschentücher können  zurückgesteckt werden, jetzt geht’s wieder nüchterner zur Sache. Wenn Liebe bedingungslos ist, muss das allerdings nicht heißen, dass sie immer gleich intensiv ist oder, treffender, erlebt wird. Man kann meines Erachtens maximal davon ausgehen, dass die Intensität der Liebe an Bedingungen geknüpft ist. Einerlei. (Wollte jetzt soviel darüber schreiben, merke allerdings, dass ich so gar keine Lust habe, also breche ich hier ab.) Ich liebe dich, Sarah…

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