Unseriös, Inkompetent, Schlampig, Träge, Diebisch… wir wissen, wie man im großen Stil gaunert ,- Ihr OTTO-Versandhaus

von romantischverklaert

Aufreger der Woche: and the unrühmliche Winner is… OTTO! Tja, erste Bestellung und bereits jetzt folgt eine Dreistigkeit der Nächsten. Ich habe ja bereits im vorigen Post ein wenig über das Bestelldebakel geschrieben und einige unmögliche Schikanen aufgelistet, die ich schon ganz am Anfang, eher schlecht als recht, bewältigen musste. Noch einmal ein kurzer Überblick: am 19 September hatte ich eine Nikon D5000 inklusive Speicherkarte und Tragetasche bestellt. Eine Sekunden später bekam ich einen Anruf von einer Mitarbeiterin, die mir sagte, es sei eine Anzahlung von 110 Euro vonnöten, ehe sie den Artikel verschicken könnten. Jene gab mir überdies zugleich die Bankverbindung – da ist auch schon das erste Unding geschehen: Weil ich glücklicherweise noch einmal nach der Bankverbindung gegoogelt hatte, musste ich, als ich fündig wurde, konstatieren, dass die letzten beiden Ziffern der diktierten Kontonummer falsch waren. Nun hatte ich, World Wide Web sei Dank, die Bankverbindung, allerdings keine Kundennummer, die ich als Verwendungszweck angeben sollte. Naiv, wie man als Neukunde eines Versandhauses ist, das automatisch den Stempel „seriös“ aufgedrückt bekommt, so wie es sich einer großen Anhängerschaft efreut, glaubte ich, meine Kundennummer in meiner E-Mail vorzufinden. Doch stand darin nichts – siehe vierten Absatz. So musste ich hinterher telefonieren, ehe ich noch am selben Tag, es war Samstag, sogleich den Betrag überweisen konnte, um meinen Artikel schnellstmöglich zu erhalten. Bis zum 25 September hörte ich überhaupt nichts von OTTO. Am 26 September kam aber schließlich wieder ein Lebenszeichen (fünfter Absatz), allerdings keines, das einen zu freudigen Luftsprüngen hinreißt. Kurz hieß es, man könne den ursprünglichen Liefertermin nicht einhalten. Begründung: Fehlanzeige. Im Anhang war eine Tabelle, in der mein Artikel aufgelistet war und der ursprüngliche Liefertermin stand. Beides war kryptisch. Zum einen, da als Bestellung ein DSLR-Set von Canon angegeben war, zum anderen, weil die Angabe des Liefertermins – Ende Oktober hieß es- so unkonkret war, das sich wohl jeder Kunde verarscht fühlen würde. Ich rufe wegen ersteres an und frage nach, wieso zum Bemmel als bestellter Artikel ein DSLR-Set von Canon in der Mail angegeben sei, wenn ich doch eines von Nikon bestellt habe. Die Mitarbeiterin, völlig überfordert, druckste rum und meinte lediglich, im Computer stünde das richtige. Als ich auflegte, kam ich zu den Entschluss, dass es wohl das beste sei, die Bestellung zu stornieren und bei Amazon zu kaufen, selbst wenn ich dafür mehr bezahlen muss. Ich rief an, stornierte meinen Artikel, allerdings ohne zu nachzufragen, ob ich denn auch meine Anzahlung wiederbekomme. Dummerweise hielt ich das für eine Selbstverständlichkeit, die keiner ausdrücklichen Erwähnung bedarf. Danach bestellte ich bei Amazon und siehe da!, ich hielt meine Kamera bereits am 30 Semptember, drei Tage später also, in den Händen.  So hat es gefälligst zu sein, wenngleich ich wesentlich mehr dafür bezahlen musste und keine Speicherkarte und Tragetasche dabei waren. Doch immerhin, die Lieferung geschah prompt. Wer weiß, wie lange ich bei OTTO hätte warten müssen. Nicht mal bei der Bestellung eines Sofas gib’s derartig lange bzw. unkonkrete Lieferzeiten… doch das ist immer noch nichts alles. Nun warte ich natürlich darauf, dass diese Gauner mein Geld zurücküberweisen. Fehlanzeige. Eine Woche später, am 3 Oktober, rufe ich an und frage, in einem noch höflichen Ton, wann ich denn mein Geld wiederbekäme. Wieder geriet ich an einen inkompetenten Mitarbeiter, der mich, mit meinem Anliegen überfordert, an eine Kollegin weiterleitete, die sodann nach meiner Bankverbindung fragte. Ich dachte:“ Hallo?! Erstens: Die habt ihr Saftnasen durch meine Überweisung automatisch bekommen! Ferner… wärt ihr jemals auf die Idee gekommen, das Telefon zu schnappen und nach meiner Bankverbindung zu fragen? Es ist mein verficktes Geld, denkt ihr etwa, es sei geschenkt, nur weil man das absolut Selbstverständliche, nämlich die Rückerstattung, nicht extra akzentuiert?“ Tja, sehr naiv von mir. Nach einer Woche, in der ich das Geld übrigens durchaus hätte gebrauchen können!, hatte sich immer noch nichts getan. So rufe ich gestern, 9 Oktober, jetzt endlich wutentbrannt, an und frage, wann ich endlich meine Anzahlung wiederbekäme, und fügte hinzu, wie sauer ich mittlerweile sei. Wieder mal wurde ich weitergeleitet…  abermals erkundigte ich mich nach der Rückerstattung und betonte mit einigem Biss, bereits zwei Wochen vergeblich gewartet zu haben. Ob ich denn zuvor bereits angerufen und gesagt hätte, meine Anzahlung wiederbekommen zu wollen, fragte sie. Für einen Augenblick war ich so perplex vor Fassungslosigkeit – wie dreist ist das denn? -, dass ich nur bejahte. Was denken die Wichser sich? Dass die 110 Euro geschenkt sind?! Wofür denn? Für ihren absoluten beschissenen Dienst?! Sodann fügte sie auch noch tatsächlich hinzu, dass man extra anrufen und die Anzahlung, sofern die Bestellung storniert wurde, zurückverlangen müsse. Von selbst bekomme man es nämlich nicht zurück. Aha, ihr Schweinepriester, Glückwunsch! Dann musste ich dieser Alten meine Bankverbindung durchgeben, indessen sie mich, da ich diktierte, mehrmals fragte, ob es sich auch um jene handle, mit der ich meine Anzahlung getätigt habe. Warum das wichtig ist, ist mir schleierhaft. Jedenfalls versicherte sie mir, ich bekäme mein Geld spätestens diese Woche wieder. Tja, falls nicht, gibt es soooo riiiiiiiichtig Stress.

Was ich daraus gelernt habe: Lasse dir nicht zuviel Zeit, eine Rechnung zu bezahlen, denn die Dienstleistenden werden dir augenblicklich auf den Sack gehen, wenn sie nicht prompt die Moneten auf dem Konto haben. Willst du aber dein Geld zurück, bewahre viel, viel, viel Geduld und besorge dir Turnschuhe, denn du wirst sie brauchen, da du deinem Geld hinterennen musst.

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