„jaaa, des isäääh; und dann verlieb’n die sisch auch noch, die sind soo blöde!“

von romantischverklaert

Ich, teilzeit-bekennende H-Milch-Homolette, kann einigen Männern, wenn auch mit einigem Widerstreben, mittlerweile insofern beipflichten, als sie sagen, Frauen seien auf Arschlöcher fixiert und überdies eine Herausforderung, die ihresgleichen sucht. Mit Fug und Recht könnte man behaupten, dass Frauen ein Phänomen wären, gäbe es nicht so viele von ihnen. Während die Gedankenwelt vieler Männer recht überschaubar und einfach zu durchblicken ist, ist die – ich würde sagen) der meisten Frauen einer Matrix gleichend. Ich glaube, das Frauen häufig vor dem Problem stehen, ihre eigene Komplexität zu erkennen und zu verstehen. Das ist eigentlich ein simpler Sachverhalt: Man kann Symptome behandeln, und eine Zeit lang hilft es auch, doch früher oder später fällt man wieder zurück, da die Ursache nicht angegangen wurde. Oder um es noch besser zu veranschaulichen: Man geht mit einer Entzündung zum Arzt. Der gute Mann oder die gute Frau verschreibt einem Ibuprofen gegen die Schmerzen. Man nimmt sie, die Schmerzen lassen nach, gleichwohl bleibt die Entzündung bestehen. Es muss als erstes die Wurzel gepackt werden. Denn irgendwann läuft das Haltbarkeitsdatum der temporären Behelfslösungen aus. Das Wissen über den Ursprung ist unabdingbar für das Verständnis; Und die Voraussetzung für das Durchkommen – im Leben- ist das Wissen über den Ursprung. Im Grunde genommen sind sowohl Männer als auch Frauen komplex. Allerdings wohnt in den Frauen eine, für Männer sinnwidrige, Ambivalenz; Vor allem, was ihre Bedürfnisse anbelangt. Was ich bei vielen Frauen, muss ich leider gestehen, bisher beobachten konnte ist, dass sie einerseits behaupten, sich eine erfüllende Beziehung zu wünschen, die auf den gängigen Vorstellungen der Harmonie und Ausgeglichenheit basiert, anderseits aber dem völligem Gegensatz wie von Sinnen entgegenstreben.
Anhand meiner Selbstbeobachtung wage ich mich an dieser Stelle zu einer verallgemeinernden Vermutung. Die Hypothese lautet: 1. Was wollen Frauen von Männern/Frauen, die ihnen den Hof machen beziehungsweise ihnen nachlaufen? Die Verehrer*innen geben den Frauen doch keinen Anlass mehr, sie von ihrem Wert zu überzeugen, da die Frau  ja bereits ihre Bestätigung -zumeist ohne einen wirklichen Verdienst – erhalten hat. Des Weiteren ist die Position des Verliebten ohnehin eine ziemlich Beschissene, weil sie komischerweise für viele mädchenhaft, ja sogar schwach anmutet. Und wenn man genauer darüber nachsinnt, ist man als Verliebter oder Verliebte zunächst tatsächlich in einer unterlegenen Position. Ich glaube, es sind lediglich Ausnahmen, die sich in ihrem Leben wenigstens nicht einmal zum Horst gemacht haben, indem sie jemandem hinterher gelaufen sind. Ja, ja, dieses Hinterherlaufen ist eine fatale Sache, vor allem da es so unendlich schwierig ist, dem zu widerstehen. Schließlich will man doch seiner Herzdame nahe sein, im ständigen Austausch und sie erobern. Gleichwohl ist eben das Nachlaufen für die meisten so unattraktiv, eben weil die Frau ohne große Taten ihre geliebte Egomassage bekommt und zugleich das Gefühl der Überlegenheit empfindet. Und das geht eben gar nicht für viele Frauen: sie lechzen ja prinzipiell nach Bestätigung, ob bewusst oder unbewusst, sie wollen einen starken Part, im Idealfall jemand, auf den sie keinen Einfluss mit ihren Worten und Taten haben, der sie nicht braucht. Das macht etliche Frauen wahnsinnig, so sehr, dass sie sich verknallen. Man sollte wirklich üben, ist man denn verliebt und infolgedessen das Mädchen, sich zusammenzunehmen und still zu stehen, statt hinterherzulaufen.  Am besten gibt man sich noch den Anschein der Gleichgültigkeit in persona und zeigt sich mit anderen, ist denn die Frau zugegen, stets amüsiert, unverkrampft und autonom. Es ist unendlich schwierig, aber man muss es lernen, denn das kann nur erfolgsversprechender sein als das Nachlaufen.  2. Frauen  lieben das Drama. Doch Obacht!, sie lieben es nur, wenn sie die Hoffnung haben, sei sie noch so idiotisch, dass das Drama ein gutes, filmreifes Ende nimmt – anders wäre es, wenn die Umstände derart eindeutig wären, dass selbst aberwitzige Hoffnungen keine Chance hätten, zu gedeihen und sich zu nähren. Dramen verschaffen einem prickelnde und schmerzhafte Abenteuer und kennen nur die Extreme; so füllen sie das Leben mit intensiven Gefühlen und Ereignissen und (!) sorgen für gehaltvollen Gesprächsstoff. Die Idealvorstellung, ich sage aus falscher Bescheidenheit einiger, Frauen ist, einer scheinbar verlorenen Seele zu begegnen, die sie durch ihre „beispiellose Persönlichkeit“ retten. Das wäre zumindest ein möglicher Ansatz, das Verhalten jener Frauen zu erklären, die lieber ignoriert statt angeflirtet werden und vornehmlichen den Leuten verfallen, die das Unnahbare und oder den Bösen-Bube/die Böse-Dame ausstrahlen. Da ist nämlich das Drama garantiert, da vermuten sie Zweifel und Ängste, die sie dem Schwarm durch ihre „Einzigartigkeit“ nehmen können, da ahnen sie eventuelle Geheimnisse, die der oder die Auserwählte ihnen anvertraut; folglich meinen sie etwas zu sehen, das sie glauben, erlösen zu können. Und nach allen Dramen leben sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Haaaaaaaaaaaaaach!

Ein hoch auf die Kategorisierung!

Anmerkung: Heute denke ich anders und weitaus differenzierte dadrüber. Jedes hat seine eigenen Themen, an denen er sich aberbeiten muss. Das beeinflusst dann schließlich auch die Anziehung zu Menschen. (Stand: 25.11.2014)

Zum krönenden Abschluss noch ein paar intelligente Ausführungen eines reflektierten Schwabens.

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